Goedendag!
Guten Tag!
Lassen Sie sich nicht durch die beiden halbnackten kriegerischen Riesen abschrecken, die sich - jeder mit einer Keule in der Hand - ans Stadtwappen von Kortrijk lehnen. Die Kortrijkzanen, so nennen sich die Bürger Kortrijks selbst, laufen heutzutage viel gepflegter und friedlicher herum. Die „Wilden Männer" symbolisieren Wachsamkeit, Wehrhaftigkeit und Kampfbereitschaft: Tugenden, die aus Kortrijk eine bemerkenswerte Stadt gemacht haben.
Die Schlacht der Goldenen Sporen
Bereits von ihren Ursprüngen als römische Siedlung Cortoriacum an hatte es Kortrijk nicht leicht. Trotzdem haben die Einwohner die zahlreichen Invasionen und Besetzungen ruhmreich überlebt. So bezeichnet sich Kortrijk nicht ohne Stolz als Stadt der Goldenen Sporen. Diese Bezeichnung leitet sich von der Schlacht der Goldenen Sporen am 11. Juli 1302 ab. In ihrem Verlauf besiegten die flämischen Bürgertruppen auf dem sogenannten Groeningekouter ein französisches Ritterheer, das damals als unschlagbar galt. Mehr als sieben Jahrhunderte später wird diesem Sieg noch immer mit zahlreichen Festlichkeiten gedacht. Schließlich war die Schlacht der Goldenen Sporen der Beginn des flämischen Befreiungskampfes.
1302
Im Jahr 2006 wurde das Museum „Kortrijk 1302 - ein Tag, sieben Jahrhunderte" eröffnet. Auf dem Gelände dieses Multimediamuseums wurde auch das regionale Besucherzentrum für Kortrijk und die Leie-Region eingerichtet.
Historisches Erbe
In Kortrijk ist das Mittelalter noch stets präsent. Das verdankt die Stadt den trutzigen Broeltürmen und dem Belfort, dem stimmungsvollen Beginenhof und der beeindruckenden Onze-Lieve-Vrouwe-Kirche und der Sint-Maarten-Kirche. Zusammen mit dem spätgotischen Rathaus, dem Baggaertshof, dem Onze-Lieve-Vrouwhospitaal und den vielen Denkmälern stellen sie die schönsten Perlen des kunsthistorischen Erbes der Stadt Kortrijk dar.
Wirtschaft
Nach dem Ende des Mittelalters spielte die Stadt an der Leie eine Pionierrolle in der Leinen- und Damastinstustrie und genoss ab dem 18. Jahrhundert Weltruhm als Zentrum der Flachsverarbeitung. Noch heute sorgt die Textilbranche für viele Arbeitsplätze in der Leie-Region. Dank des kreativen Unternehmergeistes der Kortrijkzanen hat sich die Stadt zum wirtschaftlichen Herz von Südwestflandern entwickelt. Auch als Einkaufsparadies hat Kortrijk einen Ruf zu verteidigen. Ende 2009 wird übrigens ein großer Einkaufs- und Wohnkomplex in der Innenstadt eröffnet. Mit interessanten Museen und dynamischen Kulturzentren, stark besuchten Veranstaltungen und einem blühenden Vereinsleben punktet die Groeninge-Stadt auch auf Kulturgebiet.
Das müssen Sie erlebt haben!
Die Kortrijkzanen heißen Sie recht herzlich willkommen!


